Über mich - Stefan Kundert

Kodak Instamatic 155x (1974)

Bereits als 10 jähriger Knabe (1974) hat mich das Festhalten von Erinnerungen fasziniert und bei jedem Ausflug, Ferien oder Familienereignis war meine Kodak Instamatic 155x dabei. Einzige Einstellungsmöglichkeit war die Unterscheidung zwischen "sonnig" und "bewölkt". Das Drücken auf den Auslöser musste damals wohl überlegt sein, denn jedes geknipste Foto bedeutete bis zum fertigen Bild Kosten zwischen 2 und 3 Franken.

Minolta Dynax 7000i (1991)

Mit dem Kauf der Minolta Dynax 7000i (1991) entdeckte ich ein neues Hobby. Mit dieser neuen Kamera gelangen plötzlich Bilder, die über das Festhalten von Erinnerungen hinaus grosse Freude bereiteten. Der Einsatz unterschiedlicher Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten, das Spiel mit Blende- und Verschlusseinstellungen eröffnete mir die Welt der Natur- und Reisefotografie.

Konica Minolta Dynax 7D (2005)

Die ersten spiegelreflexähnlichen Digitalkameras von Minolta waren eine grosse Enttäuschung für mich, es gelangen (ausser bei der Makrofotografie) kaum mehr überzeugende Bilder. Endlich brachte Minolta, lange nach Nikon und Canon, die erste digitale Spiegelreflexkamera heraus, die Konica-Minolta Dynax 7D (2005), welche die Nutzung des alten Equipments (Objektive und Blitzgeräte) ermöglichten. Sofort stellte sich mit dieser Kamera die alte Freude am Fotografieren wieder ein und die Resultate ermunterten mich zu verstärktem, fotografischem Engagement. Ausserdem eröffnete die Digitalfotografie eine neue Welt: Die Bildbearbeitung. Allerdings beschränke ich mich bis heute, die Bilder mithilfe der Nachbearbeitung zu optimieren, das heisst zu schärfen, aufzuhellen bzw. abzudunkeln. Fotomontage gibt es bei mir nicht.

Sony Alpha 700 (2007)

Als Minolta 2006 seinen Fotobereich an Sony verkaufte und die Entwicklung einstellte, schien die Minolta-Welt gestorben, sämtliches Zubehör, in zukünftigen Kameras nicht mehr einsetzbar zu sein. Als Besitzer einer relativ neu erworbenen Kamera fühlte man sich schon etwas verraten. Eine weitere Enttäuschung blieb nicht aus, als Sony ihre erste digitale Spiegelreflex-Kamera, die Sony Alpha 100 im Jahr 2007 herausbrachte. Qualitativ nicht annähernd vergleichbar mit den Kameras von Konica-Minolta wurden erneut zahlreiche Minolta-Anhänger enttäuscht und verärgert, viele wechselten zu Nikon oder Canon und investierten viel Geld ins neue Equipment der Konkurrenz. Im Dezember 2007 erwarb ich erwartungsvoll die mit vielen Vorschusslorbeeren angekündigte Sony Alpha 700 als Nachfolgemodell der Konica-Minolta Dynax 7D. Die neue Kamera begeisterte mich tatsächlich auf Anhieb, denn sie stellte eine Verbindung von gewohnter Bedienung und innovativer Weiterentwicklung dar. Noch immer liessen sich meine alten, qualitativ hervorragenden Objektive einsetzen. Neue, auf die neue Kamera abgestimmte Sony-, Zeiss- oder Sigma-Objektive bereicherten mein Foto-Equipment.

Sony Alpha SLT-A77 (2011)

Zahlreiche Modelle hat Sony im Laufe der Zeit herausgebracht, doch auf einen Nachfolger der Alpha 700 musste man lange warten. Die Konkurrenten wie Canon und Nikon haben grosse technologische Fortschritte gemacht, denn die Digitalkamera war noch längst nicht zu Ende entwickelt. Bereits munkelte man, dass sich Sony aus dem Spiegelreflexkamera-Bereich zurückziehen könnte. Doch dann kam Anfang 2011 die Ankündigung einer komplett neuen Technologie: Die Single Lense Translucent Technologie (SLT). Der herkömmliche klappbare Spiegel wurde durch einen halbdurchlässigen und feststehenden Spiegel ersetzt. Dieser leitet zirka 30 Prozent des eingefangenen Lichts zum Sucher um, 70 Prozent gelangen auf den Bildsensor. Vorteil dieser Technik: Sehr schnelle Kameras mit gewohnter Qualität herkömmlicher Spiegelreflex-Fotoapparate. Dies ermöglichte den weltweit schnellsten Serienbildmodus von 12 Bildern pro Sekunde. Zusätzlich wurde erstmals einen elektronischen Sucher mit einer beeindruckenden und kontrastreichen Auflösung von 2.359.000 Bildpunkten mit einer 100% Bildfeldabdeckung verwendet. Dass mit dieser Kamera Filme in HD-Qualität aufgenommen werden konnte, war bereits bei den semiprofessionellen Kameras der Konkurrenz eine Selbstverständlichkeit. Erst im August 2011 konnte ich diese in der Presse viel gelobte, neue Sony Alpha SLT-A77 mein eigen nennen. Ein weiterer Meilenstein für einen glücklichen Hobbyfotografen.

Leica M-P, Typ 240 (2014)

Mein an antiken Fotokameras interessierter Sohn Pascal erwarb eine hervorragend erhaltene Leica IIIg aus dem Jahre 1958. Durch ihn wurde ich auf die Leica-Fotografie aufmerksam. Diese Kameras verfügen über keinen Autofokus, keine automatischen Belichtungsprogramme und keine tausend weitere Features wie moderne Spiegelreflex-Kameras heute bieten. Eine Rückbesinnung auf die Grundlagen der Fotografie, damit wirbt Leica mit ihren exklusiven Leica M Modellen. Manuelles Einstellen der Blende, der Verschlusszeit und der Lichtempfindlichkeit sowie das ursprüngliche Messsucher-Prinzip aus den Anfängen der Kleinbildkamera entschleunigt die Fotografie. Vor dem Klick auf den Auslöser, kommt die Beschäftigung mit der Bildgestaltung und den Bildeinstellungen. Neben dem zeitlosen, klassischen Design zeichnen die Leica M Kameras höchste Qualität aus, insbesondere die Leica-Objektive sind bezüglich Qualität und Lichtstärke unübertroffen. Die ausgewiesene Qualität der Fotos von Leica M - Kameras und die hundertjährige Firmentradition von Leitz, die für Kontinuität und Investitionssicherheit steht, bewog mich schliesslich im Dezember 2014 zum Kauf einer Leica M-P (Typ 240), silber verchromt, mit einem Leica-Objektiv 35 mm / 1:1.4 Summilux-M ASPH, silber.

Leica M Monochrom, Typ 246 (2016)

Begeistert von dem neuen Feeling mit der Leica M-P und der Beschäftigung mit den Wurzeln der Fotografie, setzte ich mich auch mehr und mehr mit der digitalen Nachbearbeitung der RAW-Dateien (Format dng) auseinander. Sehr schnell habe ich mich mit dem Software-Tool Adobe Lightroom angefreundet und war rasch mit den erzielten Ergebnissen zufrieden. Durch die Möglichkeit der Konvertierung in Lightroom habe ich die  Schwarz-Weiss-Fotografie entdeckt und war von Beginn weg begeistert. Genau in dieser Zeit hat die Leica Camera AG aus Wetzlar (Deutschland) die neue Leica M Monochrom (Typ 246) auf den Markt gebracht, eine Kamera, die ausschliesslich Schwarz-Weiss Bilder in extrem lichtstarker und hochauflösender Form erzeugt. Nur Leica hat den Mut, eine so hoch spezialisierte Kamera für ein sehr kleines Zielpublikum auf den Markt zu bringen. Überzeugt vom Konzept und den in der Fachpresse publizierten Ergebnissen, kaufte ich mich mir das Pendent zur Leica M-P, kombiniert mit dem hervorragenden Objektiv Leica 50 mm / 1:2.0 APO Summicron-M ASPH, schwarz.

Leica SL, Typ 601 (2016)

Im November 2015 überraschte die Leica Camera AG an ihrem Firmensitz in Wetzlar, Deutschland, die Fachwelt mit der Vorstellung eines neuen Kamerasystems. Die Leica SL (Typ 601) ist eine spiegellose Systemkamera mit einem neuen Leica-Bajonett, dem L-Bajonett. Diese Vollformat-Kamera mit 24 MP verfügt über den bis heute besten, elektronischen Sucher mit 4.4 Mio. Bildpunkten. Mit einem sehr schnellen Autofokus, einer Bildrate von 11 Bildern pro Sekunde und einer von Leica gewohnten, aussergewöhnlichen Bildqualität setzte sich Leica mit dieser Kamera an die technologische Spitze der spiegellosen Systemkameras. Mit dem Kauf dieser Kamera im Januar 2016, kombiniert mit dem Objektiv Leica 24 - 90 mm / 2.8 - 4.0 Vario-Elmarit-SL ASPH, verabschiedete ich mich definitiv von meinem Sony-Equipment. Die zukünftige Strategie von Sony ist zurzeit verworren und unverständlich. Durch die Einführung zahlreicher, qualitativ hochstehender, spiegelloser Systemkameras mit dem E-Bajonett und der gleichzeitigen Vernachlässigung der Weiterentwicklung meiner Kameras/Objektive mit dem A-Bajonett verunsicherte Sony mich zunehmend. So fiel der Entscheid des kompletten Systemwechsels zugunsten von Leica nicht allzu schwer. Mittels kleinem Adapter lassen sich auf der Leica SL alle M-Objektive hervorragend und ohne Qualitätseinbussen nutzen. Meine fantastischen M-Kameras werden nun durch die Leica SL mit einem breiten Einsatzspektrum und neuester Technologie ergänzt und in erster Linie in der Natur- und Tierfotografie eingesetzt. Im Frühjahr 2016 bereicherte zu diesem Zweck das Objektiv Leica 90 - 280 mm/2.8 - 4.0 APO Vario-Elmarit-SL ASPH mein Leica-Equipment.

Stefan Kundert

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